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 Bogensportabteilung
 

Wie jeder Verein bereits bemerkt hat, sind die Mitgliederzahlen gerade im Jugendbereich rückläufig. Dieses hat der Bezirksvorstand auf der Bezirksdeligiertentagung auch deutlich gemacht. Der Schützenverein Betzendorf ist da keine Ausnahme.
Dabei scheint die Lösung so nah zu sein. „Wir machen mal eben eine Bogensportabteilung auf“.

Gesagt, getan… mal eben ein paar Leute anrufen und mal abfragen, was wir alles so brauchen und beachten müssen.

Getroffen haben wir uns im Schützengrund mit ein paar „Spezi’s“ nämlich mit Bernd und Joachim aus Deutsch Evern. Bei diesem Gespräch ist doch bei manchem meiner Vereinskameraden die Kinnlade etwas tiefer gerutscht, als sie feststellten, was da auf sie zukommt oder sie hatten große Fragezeichen im Gesicht, weil sie Ausdrücke wie „Fingertapp“ oder andere Schlagworte nicht deuten konnten. Na ja, ich muss zugeben, das ich mich zwar vorbereitet hatte, aber auch nicht mit allem etwas anfangen konnte. Aber ich habe mir gesagt: „ datt mookt wi schon!“.

Jetzt hatten wir schon mal erarbeitet, was wir an Material brauchen, Gott sei Dank hatten unsere beiden „Spezi’s“ genau aufgeschrieben, was sie für Anschaffungen getätigt hatten, als sie in Deutsch Evern vor knapp einem Jahr eine Bogensportabteilung eröffnet hatten. Die große Bestellliste wurde an einen Händler weitergeben, der uns dann ein faires Angebot unterbreitete.

„Tja“, fragte man uns: „Habt ihr denn die Kenntnisse, um den erwarteten Menschenmassen das Bogenschießen beizubringen?“ Mit dieser Frage konnte man uns nicht überraschen, denn wir hatten bereits bei Hansi Belz angeregt, unsere alt gedienten Sportleiter mit einer Nachschulung, speziell Bogenschießen, auf den neusten Stand zu bringen.

Auf die Frage: „Wo wollt ihr denn schießen?“ antworteten wir nur knapp: „neben unserer 100M KK-Bahn“ ohne zu wissen, was da alles auf uns einstürzen sollte. Denn die nachfolgende Besichtigung unserer Schießbahn mit Herrmann Mundhenke, brachte uns nüchterne Erkenntnisse, denn wir mussten jetzt auch noch den Zaun rund um den gesamten Schießstand erneuern. „Na super“, haben wir gedacht, als wenn wir nicht schon genug Arbeit hätten!

Zwischenzeitlich hatte dann Hansi in nur kürzester Zeit mit unserem Bezirksbogensportreferenten Termine für die Nachschulung der Sportleiter ausgehandelt, die auf der Bezirkssportleitersitzung bekannt gegeben wurden.

Die Bögen und sämtliche Zubehörteile, wurden persönlich von unserem „Präsi“ Horst Witte und dem „Hausmeister Krause“ Winfried Hye aus dem Harz abgeholt.

Sowie das Wetter es erlaubte, begannen wir mit dem Bau der Bogenschießbahnen und rückten gegen Buschwerk und Erdmassen mit schwerem Gerät vor. Traktoren und Radlader wurden aufgefahren; einer größer als der andere, denn anders war der Sache nicht beizukommen. Gut, das wir Helfer hatten, die uns sofort unter die Arme griffen. Nachdem wir fertig waren, war unser Schützengrund nicht mehr wieder zu erkennen, wo vorher noch gepflegter Rasen stand, war jetzt nur noch Matsch und tiefe Spuren.

Wir haben trotz der kleinen Rückschläge mit dem Bogenschießen am 22.04.2006 begonnen und freuen uns auf unsere Gäste.

Die Hilfsbereitschaft um hier gemeinsam etwas für unseren Verein zu erreichen, war enorm, das sei hier einmal deutlich gesagt. Wir sagen allen „Danke“  für die Hilfe bei „Wir machen mal eben eine Bogensportabteilung auf“.


Gerald Dangers, Kommandeur Schützenverein Betzendorf

So hat es beim Aufbau der Bogenschießbahn ausgesehen:






Die Betzendorfer Bogenschützen beim Vergleichsschießen in Wendisch Evern

..... und so sieht es jetzt aus:
(zumindest im Sommer)